Mosel, der größte Nebenfluss des Rheins, fließt durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland und blickt dadurch auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Sie bezeugt die historischen Veränderungen, die an ihren Ufer stattgefunden haben. Die Geschichte des Raumes Mosel geht mindestens auf die Bronzezeit zurück. Archäologische Funde (Friedhofsareale, Goldverarbeitung, Wagengräber) deuten darauf hin, dass die Region schon in der Bronzezeit bewohnt wurde. In der Eiszeit haben die Kelten Teile des Mosel-Raumes besiedelt. Mit dem Einzug der Römer ließen die keltische Einfluss nach und es folgte eine Zeit der römischen Herrschaft. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches ging die Region hauptsächlich an die Franken über. Zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert wurde das Gebiet als Folge von Eroberungen und Schlachten unter den Franzosen, Luxemburgern und Preußen aufgeteilt. Heute macht der französische Teil des Einzugsgebietes der Mosel ca. 54 Prozent der Gesamtmenge aus. Der Name des Flusses wird von der keltischen Namen Mosea über lateinisch Mosella, eine Verkleinerungsform von Mosa, der lateinischen Bezeichnung des anfangs parallel fließenden Flusses Maas, darstellt. Die Mosel wird bereits im 4 Jahrhundert in einem Gedicht des römischen Dichters Decimius Magnus Ausonius erwähnt. Er stellt die Mosel und das Moseltal als eine blühende und reiche Landschaft dar.