Mosel, der größte Nebenfluss des Rheins, fließt durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland und blickt dadurch auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Sie bezeugt die historischen Veränderungen, die an ihren Ufer stattgefunden haben. Die Geschichte des Raumes Mosel geht mindestens auf die Bronzezeit zurück. Archäologische Funde (Friedhofsareale, Goldverarbeitung, Wagengräber) deuten darauf hin, dass die Region schon in der Bronzezeit bewohnt wurde. In der Eiszeit haben die Kelten Teile des Mosel-Raumes besiedelt. Mit dem Einzug der Römer ließen die keltische Einfluss nach und es folgte eine Zeit der römischen Herrschaft. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches ging die Region hauptsächlich an die Franken über. Zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert wurde das Gebiet als Folge von Eroberungen und Schlachten unter den Franzosen, Luxemburgern und Preußen aufgeteilt. Heute macht der französische Teil des Einzugsgebietes der Mosel ca. 54 Prozent der Gesamtmenge aus. Der Name des Flusses wird von der keltischen Namen Mosea über lateinisch Mosella, eine Verkleinerungsform von Mosa, der lateinischen Bezeichnung des anfangs parallel fließenden Flusses Maas, darstellt. Die Mosel wird bereits im 4 Jahrhundert in einem Gedicht des römischen Dichters Decimius Magnus Ausonius erwähnt. Er stellt die Mosel und das Moseltal als eine blühende und reiche Landschaft dar.
Archiv für Juni 2007
Mosel Geschichte
Freitag, 22. Juni 2007Stadt an der Mosel: Trier
Freitag, 22. Juni 2007Die berühmteste Stadt an der Mosel ist Trier. Die im Westen von Rheinland-Pfalz gelegene Universitätsstadt gilt als älteste Stadt Deutschlands. Sie wurde vor über 2000 Jahren unter den Namen Augusta Trevororum gegründet. Nach der Gründungssage Triers wurde die Stadt vom Trebeta, Sohn des Assyrerkönigs Ninus, 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet. Funde im Stadtgebiet deuten darauf hin, dass im Trierer Tal bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. Menschen lebten. Heute zählt die Stadt ca. 100.000 Einwohner und beansprucht dadurch den vierten Rang unter den Großstädten des Landes. Die Klima ist gemäßigt und die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,3 Grad Celsius. Mit der Zeit nahm die Wichtigkeit der Bildung in Trier ständig zu. Heute beherbergt Trier zahlreiche Bildungsinstitute: Universität Trier (gegründet 1473), Theologische Fakultät Trier, Fachhochschule Trier, Europäische Kunstakademie Trier, Deutsche Richterakademie usw.. Das römische Trier steht seit 1986 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten stehen als Zeugnisse der verschiedenen Zeitaltern. Aus der Antike stammen die Porta Nigra (Wahrzeichen der Stadt), das Amphitheater, die Therme, die Römerbrücke, aus dem Mittelalter Trierer Dom St. Peter (ältester Dom Deutschlands), die Liebfrauenkirche, das Dreikönigshaus usw.. Einer der berühmten Söhne der Stadt ist der Philosoph, Journalist und Politiker, Karl Marx, der 1818 in Trier geboren wurde.