Metz liegt im Nordosten unseres Nachbarlandes Frankreich und hat mehr als 120 000 Einwohner. Es liegt weiterhn im Departement Moselle (nach dem französischen Namen des Flusses Mosel), dessen Hauptstadt es auch ist. Die Besiedlung der Region geht auf das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück und ist durch archäologische Funde belegt. Der wichtigste hier siedelnde Stamm waren die Kelten. Die Römer eroberten um das Jahr 50 v. Chr. jedoch diese Keltensiedlung und sehr bald entwickelte sich Metz zu einem wichtigen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt und zu einer der größten Städte in Gallien. Im zweiten Jahrhundert n. Chr. hatte es bereits 40 000 Einwohner und war damit größer als Paris. Im fünften Jahrhundert wurde es vom Hunnenkönig Attila und seinen Horden zerstört.
Die lothringischen Herrscher der Städte Metz und Straßburg widersetzten sich lange den Franzosen, mussten sich jedoch Mitte des 16. Jahrhunderts dem französischen König Heinrich dem Zweiten beugen. Fortan wurde die Stadt als Festung ausgebaut. Von 1871 an bis zum Jahre 1918 war Metz Bestandteil des Deutschen Reiches. In jener Zeit war auch deutsch die vorherrschende Sprache. Im Jahre 1940 wurde Metz wiederum von der deutschen Wehrmacht erobert und 1944 endgültig von den Alliierten befreit.
Durch die Kanalisierung der Mosel in den 50 er und 60 er Jahren des letzten Jahrhunderts konnte von Metz aus der Rhein erreicht werden. Der Hafen entwickelte sich zum wichtigsten Umschlagplatz für Getreide in Frankreich. Die Firma Ikea betreibt ihr Hauptauslieferungslager für Frankreich in Metz. Die Stadt hat sich als Ausrichter mehrerer Messen einen Namen gemacht. Weiterhin ist Metz der Sitz des lothringischen Regionalparlaments. und des hiesigen Bistums. Metz ist auch eine Universitätsstadt, an der Uni werden Mathematik, Mechanik und Informatik, Künste und Sozialwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Wirtschaft, Recht und Verwaltung gelehrt.
Neben vielen Kirchen, Theatern und Museen bietet die Stadt mit ihren schönen Parks den Touristen reichlich Gelegenheiten, sich zu erholen. Dabei ist der Park an der Seille das größte Naherholungsgebiet.